Boat Shoes: Praktisch und schick

Der sogenannte „Boat Shoe“ wurde 1935 vom Hobbysegler Paul Sperry als Segelschuh entwickelt, kam in den Achtzigern in Mode und erlebt in diesem Sommer sein Revival. Heute verwenden Profisegler längst hochspezialisierte Segelschuhe – das von Sperry entwickelte Modell wird jedoch noch immer von führende Marken, wie „Hilfiger“ oder „Timberland“ aufgegriffen.

Der Erfinder der Boat Shoes suchte 1935 nach Schuhen, die mehr Halt auf dem feuchten Deck des Schiffes boten und ließ sich bei der Konzeption von den Pfoten seines Hundes inspirieren. Durch die Vertiefungen und Furchen stellten die Bootschuhe einen echten Fortschritt zum damals üblichen Segelschuhwerk dar. Sie boten auf dem rutschigen und nassen Segelschiff einen stabilen, sicheren Halt.

Boat Shoes in Mokassinmachart

Die Herrenschuhe werden in der sogenannten Mokassinmachart gefertigt. Dabei wird der Schaft, der obere Teil der Schuhe, zugleich zur Innensohle, die bei anderen Schuhmodellen sonst separat angefertigt und eingesetzt wird.
Der Schaft wird von unten um den Leisten (Formgebendes Holzmodell des Schuhs, verantwortlich für die Passform) angelegt und am Fußrücken von einem separaten, halbkreisförmigen Stück des Materials geschlossen.

Abgeleitet wurde diese Machart von der Schuhfertigung der nordamerikanischen Ureinwohner, deren sogenannte „Mokassins“ als ältestes Schuhwerk der Geschichte gelten. Im Gegensatz zu dem Modell der Indianer ohne Sohle, stattete Sperry seine „Boat Shoes“, oder „Top Sider“, wie sie auch genannt werden, mit einer rutschfesten, dicken Sohle aus Kautschuk, beziehungsweise Gummi aus. Das Material ist heute zumeist wasserabweisendes Leder, während die Schnürsenkel aus dem selben Material charakteristisch durch Nieten um den Schuh geführt werden.

Boat Shoe: Der ehemalige Sportschuh ist vielseitig kombinierbar

Das ursprüngliche Modell von Sperry kann noch heute erworben werden, jedoch werden die Schuhe mittlerweile von vielen Designern und Modehäusern in einer etwas moderneren Form und  in fast jedem Preissegment angeboten. Sie sind eine perfekte Ergänzung zu beinahe jedem sommerlichen, leichten Outfit und vermitteln ein entspanntes und reifes Äußeres. In Kombination mit einem gestreiften, dünnen Shirt und einer leichten Leinen- oder Stoffhose entsteht ein maritimer Look, der nicht nur an der Strandbar nördlicher Hansestädte getragen werden kann, sondern kaum noch aus dem urbanen Umfeld einer jeden Großstadt wegzudenken ist.

Zu etwas offizielleren Anlässen können die Schuhe mit einer dunklen Jeans, einem hellen T-Shirt und einem dunklen Sakko getragen werden, und lockern so den Gesamteindruck enorm auf. Nicht vergessen sollte man jedoch, dass es sich bei den Top Siders ursprünglich um Segelschuhe handelt, die bei hoch offiziellen Anlässen einen zu sportlichen Eindruck erwecken können.