Das Paisley-Muster war aus der Herrenmode seit den 60ern fast gänzlich verschwunden und wagte sich höchstens hier und da mal als dezente Musterung auf eine Krawatte. Doch in einschlägigen Editorials taucht Paisley nun immer häufiger auf und es sieht ganz so aus, als würde ein schon nahezu vergessener Trend in diesem Jahr wiederbelebt.
Die Bezeichnung „Paisley-Muster” ist auf die gleichnamige schottische Stadt nahe Glasgow zurückzuführen, die sich im 19. Jahrhundert als wichtiges Textilverarbeitungszentrum etablierte und sich auf die Nachahmung von luxuriösen persischen Stoffen spezialisierte. Der damaligen Königin Victoria hatte es besonders das orientalisch anmutende, blattartige und abstrakte Muster angetan, das sie sogleich zum Trend erklärte und welches wir heute als Paisley kennen. In der Frauenmode taucht dieser verspielte Kalssiker hin und wieder auf, doch für 2012 ist es anscheinend auch für den Kleiderschrank der Herren vorgesehen. [...mehr]
Was hatten wir nicht alles Interessantes im Zuge des 80er/90er Hypes der letzten Saisons zu entdecken, bestaunen und belächeln. Nachdem Gameboy und Zauberwürfel bereits als modisches Accessoire ihr Comeback feiern durften, rückt nun das Baseball Cap wieder vermehrt ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Zugegeben, so ganz weg waren sie ja eigentlich nie. Caps gehören seit langem zum festen Bestandteil der Grundausrüstung für Hip Hopper, Möchtegern-Gangster und Trucker-Fahrer. Doch glaubt man den großen Designern und Modemagazinen, so wird das Cap in diesem Jahr wohl wieder einmal den Einzug in den Mainstream halten. Wer mit einem leichten Schauern an die letzte, noch gut im Gedächtnis verankerte, farbenfrohe Trucker-Käppi-Welle zurückdenkt, kann zumindest etwas beruhigt sein. Die neuen Caps sind keine wilde Mischung aus buntem Netz-Stoff und bedrucktem Schirm, sondern zeigen sich vielmehr klassisch in der Form und dezent in der Farbgebung. [...mehr]
Aktuell jagt ja eine Fashion Week die nächste auf dem bunten Modeglobus und abgesehen davon, dass man sich einig ist, dass es die wachsende Individualisierung immer schwieriger macht, einheitliche Tendenzen auszumachen, so ist ein Trend doch kaum zu übersehen: Leder. Am besten in Schwarz und ganz viel davon.
Nach Calvin Klein, Jil Sander oder Bottega Veneta, zeigte nun auch Yves Saint Laurent in Paris, dass der trendbewusste Mann im kommenden Herbst und Winter an glattem, schwarzen Leder wohl nicht vorbeikommt. Manche Designer verhielten sich noch etwas zurückhaltend im Umgang mit dem Material, wohingegen Raf Simons für Jil Sander und Stefano Pilatti für Yves Saint Laurent in die Offensive gingen und ihre Models teilweise in einer Ganzkörper-Lederkluft über den Laufsteg schickten, dass einem doch mitunter ein leichtes Schaudern packte. Ob diese inflationäre Lederverarbeitung nun lediglich gewagt ist oder vielmehr gruselig, muss letztendlich jeder selbst entscheiden, aber Fakt ist, dass Leder einen der seltenen Trends darstellt, dem sich fast alle großen Modemarken anzuschließen scheinen. [...mehr]
Es ist mal wieder soweit. Bereits am Dienstag finden die ersten Opening Parties zur Berlin Fashion Week statt, bevor sie am Mittwoch dann offiziell beginnt. Ein besonderes Highlight wird auch dieses mal sicher wieder die Fashion-Show von Hugo Boss, bei der man dank Live Stream auch ohne Tickets ganz vorn mit dabei sein kann.
Die Berlin Fashion Week hat sich inzwischen ja als wichtiges Event in der Modewelt etabliert und wird sicherlich auch 2012 vom 17. bis 22. Januar wieder für mächtig Wirbel sorgen. Die größte Aufmerksamkeit wird wohl den Schauen der Mercedes-Benz Fashion Week im Showzelt auf der Straße des 17. Juni am Brandenburger Tor gewidmet sein. Hier kommt normaler Weise nur rein, wer Rang und Namen in der Fashion-Szene hat oder es sonst irgendwie schaffte, an eines der begehrten Tickets zu gelangen. Wie schön, dass es da immer mehr zum Trend wird, die digitalen Medien dafür zu nutzen, um auch die breite Öffentlichkeit an den Shows teilhaben zu lassen. Am Donnerstag können so zum Beispiel alle Interessierten das Defilée von Hugo Boss verfolgen, welches mittels Live-Stream im Internet direkt übertragen wird. [...mehr]
Der Rucksack wurde lange verpönt und war im Grunde bei Männern jenseits des 18. Lebensjahres nicht sonderlich angesagt. Doch seit einiger Zeit mausert sich der Rucksack wieder zu einem absoluten Trend unter den modischen Accessoires.
Ein Rucksack ist in erster Linie ausgesprochen praktisch, da man damit ordentlich Gewicht stemmen kann, er die Hände dabei jedoch frei lässt. Dass er sich nun vom modisch bedenklichen Transportbehälter, der an Schulzeiten oder Wanderausflüge erinnerte, zu einem angesagten Mode-Produkt entwickelt, liegt in erster Linie wohl daran, dass Designer wie Raf Simons und Labels von Gucci bis COS erkannt haben, welches Trend-Potenzial besonders in den Vintage-Modellen aus Canvas und Leder liegt. [...mehr]
Die 50er und 60er Jahre sind zurück: Lana del Rey gibt in der Musik den Ton an, James Dean ist Vorbild für die Frisuren-Trends und in der Mode erinnert vieles an die alten Zeiten der Mods.
Mode und Lifestyle sind gerade stark geprägt von den späten 50er und 60er Jahren, wobei derzeit nicht einfach platt kopiert wird, sondern eine neue Interpretation des „very british” Looks anzutreffen ist. Damals wollten sich die sogenannten Mods mit ihrer Kleidung und ihrem Lebensstil von der Arbeiterklasse abheben und legten gesteigerten Wert auf gut sitzende, elegante und hochwertige Kleidung. Auch in der aktuellen Herrenmode sind Elemente der früheren Jugendbewegung vermehrt vorzufinden und spiegeln sich in Schnitten, Details und Kombinationen z.B. bei den Kollektionen von Topman oder Zara wieder. [...mehr]
An Lammfell kommt man in diesem Winter kaum vorbei. Egal ob Jacken, Mäntel, Mützen, Handschuhe oder Stiefel - das warme Schaffell zeigt sich in der Wintermode für Männer 2011/12 besonders vielseitig.
Lammfell hat sich zum absoluten Lieblingsmaterial der Designer in diesem Winter gemausert. Aufgrund seiner enormen Wärmekraft und der variantenreichen Optik ist es kaum verwunderlich, dass sich das Schaf-Fell in der kalten Jahreszeit so inflationär durchsetzt. Der Naturcharakter passt außerdem bestens zu dem aktuellen Trend der Rustikalität in der Männermode. Aber Lammfell passt nicht nur zum kernigen Holzfäller-Look, sondern kommt als Futter in Biker-Jacken auch äußerst rockig daher und als Innenleben edler Lederhandschuhe, zeigt sich auch die Möglichkeit, das funktionale Material für elegante Zwecke zu gebrauchen. [...mehr]
Accessoires für Männer hielten sich in den letzten Jahren eher minimalistisch beschränkt auf Gürtel und Krawatten - Was darüber hinaus ging, galt eher als störend, unmännlich oder altbacken. Doch längst haben auch die Herren der Schöpfung die Kraft der Details in der Mode erkannt und setzen fast vergessene Accessoires wie Fliege und Hosenträger ganz neu ein.
Accessoires für Herren stellen besonders in der männlichen Geschäftswelt oftmals ein Symbol für Zugehörigkeit und Status dar und sind in ihrer Varianten-Vielfalt doch meistens eher eingeschränkt und starr, wie die Businessmode insgesamt. Diverse Accessoires verbindet man in der Regel zudem mit speziellen Gegebenheiten, wie beispielsweise die Fliege zum festlichen Anlass oder die Krawattezum Meeting mit dem Chef. Doch gerade diese vermeintlichen Fashion-Regeln bieten sich an, um mit ihnen zu brechen, indem man verschiedene Elemente aus ihrem Zusammenhang reißt und in einen neuen Kontext setzt, was im Falle der Mode zu einem individuellen Look verhilft, der zeigt, dass Mode kein Diktat ist, bei dem man bestimmten Vorschriften zu folgen hat. [...mehr]
Die Jacken und Mäntel für Herren halten wieder verschiedene Designs von Parka über Trenchcoat bis Dufflecoat bereit und bekennen diesen Winter Farbe. Elegant, lässig oder rustikal - die aktuellen Jacken und Mäntel sind stilsichere und warme Begleiter durch die kalte Jahreszeit.
Jacken und Mäntel im Military-Style, wie sie letztes Jahr verbreitet anzutreffen waren, bleiben auch in dieser Saison ein anhaltender Trend. Besonders die akkurat geschnittenen Zweireiher oder die mit Lammfell gefütterten Aviator-Jacken spiegeln diese Tendenz wieder. Auch der klassische Trenchcoat findet als wärmere Variante im sogenannten „British Warm” sein winterliches Pendant. Auffällig ist, dass das ewige Schwarz und Grau in diesem Jahr immer öfter auch durch farbige Modelle ersetzt werden, was dementsprechend eher schlichtere Schnitte und Formen zur Folge hat. Insgesamt zeigen sich die neuen Jacken und Mäntel von einer kastigen Silhouette und kommen zum großen Teil mit robusten Materialien und derben Verschlüssen betont männlich daher. [...mehr]
Handschuhe für Männer sind nicht nur ein probates Kälteschutzmittel im Winter, sondern vielmehr auch Ausdruck für Stil und guten Geschmack - solange man beim Kauf ein glückliches Händchen beweist.
Handschuhe galten lange Zeit als modisches Muss und gehörten neben Stock und Hut zur ordnungsgemäßen Kleidung eines Mannes. Heute sind Handschuhe für Männer zumeist ein bloßes Mittel zum Zweck, um die Hände vor der Kälte im Winter zu schützen. Dabei zeugen gute Handschuhe, genauso wie Schuhe, Uhren oder Gürtel, von Stil und modischem Geschmack und verdienen daher eine weitaus größere Beachtung. Details und Accessoires lassen oftmals viel mehr Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu, als man denken mag, weshalb beim Kauf auf eine hochwertige Qualität und Verarbeitung geachtet werden sollte. [...mehr]