Cotton für Cowboys: 50 Jahre Wrangler-Jeans in Europa

Das Geburtsjahr einer der vielleicht berühmtesten Jeansmarken der Welt war 1943, als die Firma Blue Bell Inc. Das Unternehmen Casey Jones Inc.  aufkaufte, die den Namen „Wrangler“ bereits 1905 für sich schützen ließ. 1946 schließlich waren es die Mitarbeiter von Blue Bell, die ihr neues Produkt, die Jeans Model No. 11MW (Mens Western), bei einem firmeninternen Wettbewerb auf den Markennamen „Wrangler“  tauften. Der Rest der Story? Ist Jeans-Legende. Auch in Europa.  

Ranch, Rodeo, Round-up, Barn:
Die Jeans für Sattel, Pferd und Farm

Im Jahr 1946 sollte der Marke endgültig der Durchbruch bei ihrer ersten Zielgruppe gelingen – Cowboys, Rancher und Rodeo-Reiter. Denn in diesem Jahr wurde der damals berühmte Schneider „Rodeo Ben“ beauftragt, die neue Jeans zu gestalten. Er legte Wert auf viele innovative Details, die den Berufsreitern das Leben im Sattel erleichterten: Einen Reißverschluss etwa, genietete Taschen sowie Gesäßtaschen, die auch im Sitzen noch zugänglich waren und strapazierfähiges Denim – zuerst in 12 oz., später in 13. Werbeanzeigen mit berühmten Rodeo-Legenden verhalfen den ersten Wrangler-Jeans noch zusätzlich zum Erfolg.          

Urtümlich: die Wrangler-Brandzeichen

Das klassische Branding der Wrangler wurde wenigsten teilweise aus der Praxis heraus geboren: So wurde das Wrangler-Schild an der hinteren rechten Gesäßtasche nicht wie bei anderen Jeansmarken der Zeit aus Leder gefertigt, sondern zuerst aus gepresstem Karton, später dann aus Plastik. Der Grund hierfür:  Das Lederschild hätte bei längerer Reit-Zeit am Leder des Sattels geklebt. Auch das gestickte „W“ auf den beiden Gesäßtaschen wurde schnell eingeführt, um die ursprünglich bogenförmige Form abzulösen – man wollte Verwechslungen mit anderen Jeansmarken vermeiden.

Aus der Prärie in die Popkultur

Als das Unternehmen Blue Bell Inc. im Jahre 1962 eine Fabrik in Belgien eröffnet, wird die Wrangler-Jeans zum festen Bestandteil der damaligen europäischen Jugendkultur: Mods und Rocker trugen sie ebenso wie Hippies, Anti-Vietnam-Demonstranten in Paris oder APO-Studenten in Deutschland.

50 Jahre später ist die Marke immer noch weltweit präsent, mit neuen Schnitten für eine neue Generation – aber immer noch mit dem Cowboy-Image als Markenkern.

Foto: Redaktion (JJ)

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