Erste-Hilfe bei Sexunfällen

Erste-Hilfe bei Sexunfällen

Wenn Sie und Ihre Partnerin so richtig in Fahrt kommen, dann kann es schon mal passieren, dass die eine oder andere Blessur nicht ausbleibt. Blaue Flecke, Schürfwunden, Kratzer, Knutschflecken und Bisswunden können im Eifer des Gefechts schon schnell mal vorkommen. Da ist es doch gut, wenn man weiß, wie man die zweideutigen Spuren schnell wieder abheilen oder verschwinden lassen kann.

Erste-Hilfe bei Sexunfällen

Die Spuren der letzten Nacht

Schürfwunden
Wer sich nicht nur im kuscheligen Bett herumtreibt, sondern das Liebespiel auch einfach mal auf Fußboden, Wand oder einfach quer durch die Wohnung ausdehnt, der weiß wie schnell kleinere Schürfwunden, gerade an Knien und Ellenbogen, entstehen können.
Erste Hilfe: Reinigen Sie die Wunden zunächst mit lauwarmen Wasser, um Fussel und Dreck zu entfernen. Anschließend desinfizieren Sie die Wunden und wenn es gar nicht anders geht, dann helfen Pflaster und Wundsalben weiter.

Kratzer
Sollte Sie Kratzer auf dem Rücken, Po oder den Armen haben, können Sie sich zumindest sicher sein, dass Sie wohl so schlecht nicht waren.
Erste Hilfe: Bei oberflächlichen Verletzungen helfen Wundsalben und Feuchtigkeitslotionen weiter und lassen die kleinen Kratzer innerhalb von 1 bis 2 Tages wieder verschwinden. Sollten Sie tiefer sein und vielleicht sogar bluten, dann sollten Sie die Kratzer desinfizieren.

Knutschfleck
Knutschflecke lassen sich nicht einfach verstecken. Besonders an Stellen wie dem Hals können Blutäderchen durch kräftiges Saugen schnell platzen und schon entsteht der blaue Fleck.
Erste Hilfe: Salben mit den Wirkstoffen Heparin und Vitamin K können helfen, dass der Knutschfleck schneller abklingt also normalerweise. Generell kann der Heilungsprozess aber bis zu 2 Wochen dauern. Wer einen wichtigen Termin bei der Arbeit hat, dem hilft nur noch Überschminken weiter.

Schmerzhafte Sexverletzungen

Bisswunden
Mit Bisswunden ist nicht zu scherzen, schließlich wimmelt es im Mund nur so von Bakterien, die bei Eintritt durch die Wunde schnell zu Entzündungen und schlimmeren führen können.
Erste Hilfe: Auch hier gilt wieder, zunächst die Wunde zu reinigen, dann zu desinfizieren und anschließend zu schließen. Sollte sich der Biss innerhalb der nächsten Tage entzünden, müssen Sie zum Arzt. Dann helfen meistens nur noch Antibiotika.

Genitalverletzungen
Sollte Ihr Penis nach dem Sex wund sein oder brennen, dann kann es tatsächlich sein, dass Sie Ihn im wahrsten Sinne des Wortes wund gerieben haben. Hierfür gibt es aber nur einen Grund, dass zu viel Reibung im Spiel war, sprich nicht genug Gleitmittel. Häufiger kommt es allerdings vor, dass die Gründe für einen wunden Penis in Allergien, zum Beispiel gegen Kondome oder andere Verhütungspräparate, liegen.
Erste Hilfe: Machen Sie in jedem Fall einen Allergietest. Sonst helfen auch ein Bad mit Kamille und die Wundsalbe weiter.

Hier hilft nur ein Arztbesuch

Neben den vergleichsweise harmlosen Verletzungen, die beim Sex auftreten können, gibt es aber noch weitere, die nicht so einfach ausgesessen werden können.

Penisbruch
Zugegeben, ein Penisbruch kommt selten vor, ist aber im Bereich des Möglichen. Von einem Penisbruch spricht man, wenn das erigierte Glied abgeknickt wird und es dadurch zu einem Bluterguss kommt. Das ist nicht nur äußerst schmerzhaft, Mann sollte auch sofort einen Arzt aufsuchen, auch wenn es noch so peinlich sein mag. Tut man das nicht, drohen schlimmere Folgen.

Bändchenriss
Das Penisbändchen verbindet unterhalb des Gliedes die Eichel mit dem Schaft. Das kleine Hautbändchen kann bei großer Beanspruchung aber einreißen und bluten. Je nachdem wie schmerzhaft und groß der Riss ist, sollte auch hier in jedem Fall ein Arztbesuch anstehen. Lässt man das Penisbändchen nicht untersuchen, kann es zu Verwachsungen und dauerhaften Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen.

Geschlechtskrankheiten
Es gibt viele Arten von Geschlechtskrankheiten. Nicht ohne Grund soll man sich deshalb, gerade beim Verkehr mit „Unbekannten“, schützen. Sollten Sie das einmal nicht tun, dann ist ein Besuch beim Arzt auf jeden Fall Pflicht. Hier können Sie sich auf alle Arten von Geschlechtskrankheiten testen lassen. Offensichtliche Symptome, die auch beim Sex mit der festen Partnerin auftauchen können, sind Hautrötungen und kleine Pünktchen und Pickelchen, gerade auf der Eichel. Das kann zum einen ein Zeichen für eine Geschlechtskrankheit sein, oder aber auf eine Allergie. Was es auch ist – es muss getestet, untersucht und behandelt werden.

Bildquelle: boscopics – Fotolia