Hosenschnitte – Für Jedermann das richtige Beinkleid

Autor: Alexander

Hosenschnitte verändern sich von Jahr zu Jahr. Sobald die Designer ihre neuen Kollektionen und Entwürfe vorstellen, darf der modebewusste Mann seine alten Hosen in die Altkleidersammlung geben. In letzter Zeit sieht dieser ganze Prozess jedoch etwas anders aus. Die Trends sind immer breiter gefächert und dadurch dürfen viele Hosenschnitte gleichzeitig im Kleiderschrank hängen, ohne sich dafür schämen zu müssen.

Die Hosenschnitte sind in den Jahren so umfangreich geworden, dass jeder Mann die passende Hose finden kann, die zusätzlich seiner Figur schmeichelt. Galt die Anzughose gestern noch als Business-Outfit, ist sie heute schon bestens für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Die Trends wiederholen sich, jedoch habe ich das Gefühl wir haben momentan den Höhepunkt aller Trends erreicht. Seien es Schuhformen, Handtaschengrößen oder eben Hosenschnitte, in unserer heutigen Mode ist alles erlaubt. Das sollte aber kein Freifahrtschein für Geschmacklose sein, denn obwohl alles erlaubt ist, hat nicht alles Stil.

Hosenschnitte – Aus alt wird neu

H&M Mann mit Haremshose, KnOizKi©Flickr

Hosenschnitte sind tatsächlich Geschmackssache, aber nicht nur das, manche Schnitte sind auch für eine Gruppe von Männern absolut ungeeignet. Ja, Röhrenjeans sind schön, dennoch gibt es keinen schlimmeren Anblick, als ein etwas breiterer Mann mit einer kleinen Skinny. Ansonsten darf die hauteng geschnittene Jeans, die teilweise Schwierigkeiten beim Anziehen bereiten kann, auch von Männern rauf und runter getragen werden. Bei der Farbauswahl ist dem männlichen Geschöpf kaum eine Grenze gesetzt, hier dürfen knallige Farben, aber auch schlichte Töne wie Schwarz, Beige oder Blue Jeans gewählt werden. Das Comeback, an das kaum noch einer geglaubt hat, ist der Karottenhose zuzuordnen. Die grausamen Erinnerungen an das Merkmal des Popper-Looks aus den 80ern saß bei den meisten Menschen sehr tief. Doch sie ist wieder da und strahlt schöner denn je. Warme Wollstoffe schmeicheln dem Schnitt der Hose bestens und Dior hat gerade erst auf der Fashion-Week bewiesen, dass der Hosenschnitt mit ein paar Schnürschuhen durchaus Charme hat.

Hosenschnitte – Trends 2010

Eine neue Saison wird eingeleitet und sie beweist einmal wieder, dass auch in diesem Jahr fast alles getragen werden darf. Neben der Skinny, die wohl noch länger vertreten bleiben wird ist nun auch die Haremshose, bzw. Sarouelhose, endlich für Männer im Trend. Die Stoffhosen mit dem Schritt in der Kniekehle werden leger mit Sneakers oder Sandalen kombiniert. Sollte der Look etwas schicker wirken, dürfen auch ruhig ein paar ganz flache Lederschuhe getragen werden. Der Designer Neil Barret präsentierte ein beiges Zusammenspiel aus Sarouelhose und passendem Sakko in seiner Frühjahrs/Sommer Kollektion. Weiterhin ist auch die Baggy Pants wieder dabei. Die Baggy war nie richtig weg, jedoch hat man die Dauerträger diesen Schnittes nicht gerade für modisch gehalten. Sie sind oben und unten sehr weit geschnitten und können optisch mit einem kurzen Sakko aufgewertet werden. Für die ganz heißen Sommertage kann man(n) seine Baggy Pants auch mit lockeren Espadrillos kombinieren. Designer wie Marc Jacobs und Dolce & Gabbana zeigten ihre Models unter anderem auch in 3/4, 7/8 Beinkleidern. Hierbei dürfen ruhig leichte Stoffe gewählt werden oder aber Jeansmaterialien, auf die man 2010 sowieso nicht verzichten sollte. Ein Hosenschnitt der wirklich nicht vielen Männer gefällt, aber mit der richtigen Kombination durchaus männlich aussehen kann, ist die extra weite Hose, die fast einem Rock gleicht. Hierzu dürfen ruhig Boots oder aber Sandalen kombiniert werden. Um diesen Look jedoch wirklich gut zu erfassen, bedarf es modischer Kreativität, also nichts für Jedermann.


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blub schreibt
am 25. März 2010 um 17:28 Uhr

das momentan alles erlaubt ist hatte ich ebenfalls bemerkt. cargo hosen beispielsweise der letzte schrei, wieder einmal…naja skinny wenns nich passt lieber nicht haha

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Quark schreibt
am 29. März 2010 um 12:39 Uhr

Warum tauschen sich die Leute von heute denn überhaupt noch aus???

Wenn sowieso jeder machen kann was er will ist die Meinung des anderen doch “gleich”, im Sinne von unbedeutsam da sich die Meinung nicht abhebt.

So lange man niemanden gefallen und trotzdem Aufmerksamkeit erreichen will, muss man sich durch abnorme Farben und Formen vom langweiligen Rest abheben. Normal ist also gleich langweilig.

Mit schreienden Farben und optischen Verzerrungen durch abnorme oder hautenge Schnitte wird dies auch erfolgreich gemeistert.

Die eigentlich stilvolle, klassische, ausgewogene, natürliche Formen und Proportionen unterstützende und damit auch sportlich elegante Kleidung ist durch die Schul, Arbeits - und Geschäftswelt zur verhassten Alltags - Arbeitskleidung verblasst.
Ebenso ist diese als spießig verschrien und wird nur mit Snobs oder älteren Generationen assoziiert.
Schade eigentlich, dabei könnten so viele junge Männer in klassischen Anzughosen und Hemden (da gibt es auch sehr günstige Angebote) ihre Männlichkeit auf sportliche Weise, vorteilhaft betonen und so viele junge Frauen durch elegante, klassische Formen ihrer Weiblichkeit zu unaufdringlichem, natürlichen Glanz verhelfen.

Aber durch die Flucht vor dem Arbeitsklima, durch postpubertäres Geltungsbedürfnis, durch den Individualismus-Wahn und fehlinterpretierte Emanzipation werden wir uns auch weiterhin an Karikaturen menschlicher Körper erfreuen dürfen.

So erschließt sich uns im weltweiten Netz über aufdringliche Farben, geschmackfreie Unisexkleidung, armselig wirkende Beine in Röhrenhosen und pervertierte Geschlechtsattribute ein “dämlicher” Reigen des “Neuen Zeitalters”.

mfG.:

Emmanuel

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geppebba schreibt
am 15. April 2010 um 21:19 Uhr

Aber Hallo ! -nicht schlecht geschrieben Emmanuel, vielleicht ist die Wahrheit sogar noch umfangreicher zu verstehen… und wohin soll die Reise gehen ?
In diesem Sinne ; )
bigballsneedroom
geppebba

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Anastasia schreibt
am 3. Mai 2010 um 16:23 Uhr

@Emmanuel:

Im Wort Innovation sind Skuriles und Absurdität nur teils mitinbegriffen. Es existieren sehr wohl einige Labels und deren Designvertreter, die in der Lage sind, klassische Eleganz in absolut neuer Aufmachung zu präsentieren… Lies dich zum Beispiel mal in eine “L’Officiel” rein.
Es sind vielleicht wieder mal die großen Megafirmen, wie die Mitglieder der Gucci Group etc- jedoch sind sie wohl nicht umsonst so erfolgreich Der typische männliche Louis Vuitton Anhänger ist sicherlich kein Kerl, der es den lieben langen Tag geniesst, als Prototyp einer Schrägschraube herumzuwandeln… ;)

Liebste Grüße, Anastasia

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