Qualität unter Druck – klassische Taucheruhren

Qualität unter Druck – klassische Taucheruhren

Qualität unter Druck – klassische Taucheruhren1927 war es, als die englische Sekretärin Mercedes Gleitze in etwas mehr als 10 Stunden den ca. 30 km breiten Ärmelkanal durchschwamm – an ihrem Arm glänzte dabei eine Rolex Oyster. Damit hatte das Schweizer Unternehmen die erste Armbanduhr geschaffen, dessen Glas, Boden und Krone dauerhaft vor Wassereintritt geschützt war – und somit den Start der Entwicklung der modernen mechanischen Taucheruhr markierte.

Was macht eine Uhr zur Taucheruhr? Eine Norm

Heutzutage darf sich eine Taucheruhr nur als solche nennen, die den Anforderungen nach DIN 8306 bzw. ISO 6425 entspricht. Die wichtigsten Kriterien lauten:

  • Wasserdichtigkeit bis 200 m (Minimum)
  • Druckfestigkeit: 20 ATM
  • Die Uhr muss eine gut lesbare Einrichtung zur Zeitvorwahl mit Minuten- und Fünf-Minuten-Markierungen haben
  • Die Zeiger müssen unter Wasser gut lesbar bleiben – auch noch in 25 cm Abstand
  • Weiter Kriterien: antimagnetisch, stoßfest, salzwasserfest

Die DIN-Kriterien dienen dazu, die Funktionssicherheit für den Taucher sicher zu stellen. Zur korrekten Messung der Tauchzeit wird mit der kreisrunden, auf dem Gehäuse aufsitzenden Drehlünette der Beginn des Tauchgangs markiert, damit die durch den Sauerstoffvorrat definierte Tauchzeit inklusive Auftauchzeit nicht überschritten wird und es dadurch zu Gesundheitsschäden kommen kann. Aus diesem Grund kann die Lünette oft zur Sicherheit nur gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden, um so ein unbeabsichtigtes Verstellen nach Möglichkeit zu vermeiden.

Vom Tauch-Equipment zum Accessoire

Obwohl das Dokumentieren der Tauch- Dekompressionszeiten heutzutage weitgehend durch Tauchcomputer erfolgt, werden Taucheruhren als zusätzlicher Zeitmesser zur Sicherheit bei Tauchgängen nach wie vor gern mitgeführt. Daneben sind sie schon seit vielen Jahren ein klassisches Accessoire für Statusbewusste, denn Taucheruhren sind hochwertig verarbeitet und haben so ihren Preis. Viele große Uhrenhersteller haben daher auch heute noch Taucheruhren in Ihrem Angebot – darunter viele klassische Modelle. Unter anderem von Breitling, Citizen, Hamilton, Omega, Panerai, Sinn, Tag Heuer, Seiko – und natürlich Rolex.

Foto: Ensuper – Fotolia