Hut ab der Herr! Oder besser Hut auf?

Der Hut ist momentan angesagter denn je und kann dem gesamten Look eine völlig neue Aussage verleihen.

Ein Hut verändert seinen Träger auf eine mysteriöse Art und Weise, sobald dieser sich eben jenen auf den Kopf setzt, da er doch unweigerlich Assoziationen hervorruft. Wer einen Akubra à la Crocodile Dundee trägt, wirkt sichtlich abenteuerlustiger, ein Borsalino, der Al Capone Klassiker, hüllt den Träger in eine verwegene Aura und die exzentrische Melone lässt sogleich auf einen unangepassten Individualisten schließen. Aber genau hier liegt auch die Gefahr. Ein Hut muss die Persönlichkeit seines Inhabers unterstreichen und widerspiegeln. Den Versuch zu unternehmen, sich einen geheimnisvollen Charakter oder mehr Selbstbewusstsein einfach überzustülpen, sollte man unterlassen, da solch eine Verkleidung eher lächerlich als lässig wirkt.

Der Hut: Ein modisches Accessoire mit Stil

Die momentane Männermode geht zu einem großen Teil wieder elegantere Wege. Schmale Silhouetten und klare Linien lösen den Oversize-Trend und die drapierten Schnitte vermehrt ab. Ein Hut passt da hervorragend zu dieser „New Elengance“ und rundet den Look perfekt ab. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr. Die Komplett-Montur mit Anzug, Lederslippern und Hut ist dann doch zu viel des Guten. Ein lässiger Mix macht den Look! Besonders leicht kombinieren lässt sich der sogenannte Trilby. Ein Hut, der ursprünglich aus der Jagd kommt und mit einer kleinen Krempe ausgestattet ist. Dieses Modell hat sich in den letzten Jahren zunehmend als gängiges Accessoire etabliert, wobei er durch sein inflationäres Auftreten in der Baumwoll- oder gar Strohhut-Variante auf sämtlichen Indie-Open-airs, doch schon etwas an Reiz verloren hat. Wichtig ist hier, auf ein hochwertiges Woll-Material und eine gute Verarbeitung zu achten, damit man diesen Klassiker auch als solchen erkennt und ihn nicht mit der neonpinken Ray-Ban Wayfarer in eine Schublade steckt.

Mütze oder Hut?

Bei den zahlreichen Hutmodellen wird irgendwann wohl so ziemlich jeder Mann auch seinen Favoriten finden. Aber wer sich mit der Strickmütze doch am besten fühlt, der sollte dabei bleiben. Auch wenn die Schwiegermutter den adretten Gentleman mit Hut wohl dem Schlumpf mit Beanie oder Pudelmütze vorzieht, ist es doch am wichtigsten, sich in seiner Haut und unter seiner Kopfbedeckung wohl zu fühlen. Wenn es irgendwann richtig stürmt und schneit, sind die Tage des Huts ohnehin gezählt und es wird Zeit, die neuesten Mützen-Trends unter die Lupe zu nehmen. Und ein Phänomen gilt es bis dahin auch noch zu klären: Warum tragen so viele besonders hippe Szene-Jungs ihre Mützen soweit oben auf dem Kopf, dass Ohren und Stirn komplett frei und somit kalt bleiben? Geht es dabei irgendwie um den krampfhaften Erhalt der Frisur oder wollen sie einfach größer wirken? Es ist doch ein wahres Rätsel…

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