Accessoire zur Spiegelbrille: die Corvette Stingray

Kaum ein amerikanischer Sportwagen hat in den 60ern und 70ern das Image eines erfolgreichen Lebemannes so unterstrichen wie die Corvette Stingray aus dem Hause General Motors (GM), genauer gesagt: die scheinbar nur aus Stromlinien zu bestehende Version C3.    

Kurvenreich und ständig auf Speed

Das Karosseriedesign war vom Erscheinungsbild des Mako-Hais inspiriert, die aerodynamischen  „Schlafaugen“-Scheinwerfer waren ein typisches Produkt der fortschrittsgläubigen 60er … und das „Big-Block“ -Aggregat als ihr stärkster Antrieb trumpfte 1971 mit satten 435 PS auf: das sind nur drei Merkmale, welche die Corvette Stingray C3 von GM zu einem der begehrtesten und innovativsten Sportwagen ihrer Zeit gemacht haben. Doch das war nicht alles, was der damalige GM-Chef Bill Mitchell und sein Design-Team an Neuheiten in den Boliden integrierten: Hinzu kamen noch zwei abbaubare Dachhälften für Schönwettertouren auf der Route 66 (das „T-Top“), und die Blattfedern der Hinterachse wurden ab 1981 aus Kunststoff gefertigt, um Rost zu vermeiden.

Reinrassiger Sportwagen-Star – für Superstars und TV-Sternchen

Die Corvette Stingray-Modelle wurden durch ihr markantes Design nicht nur Status-Symbol für alle Playboys mit notorischem Testosteron-Überschuss, sondern erfuhren sich auch im TV und auf der Leinwand ihren Ruf. Ersten Ruhm erlangte das rasante Gefährt in der 1960 gestarteten US-Fernsehserie „Route 66“, in der ein frühes Modell der Corvette als dritter Star neben den beiden Hauptdarstellern fungierte. Heute weitaus bekannter ist natürlich Elvis Presley, der sich  im Film „Clambake“ von einer feuerroten Corvette an die Wand spielen lässt.

Kaum verwunderlich, dass C3er-Stingrays auch heute noch begehrte Rennboliden sind: die Preise belaufen sich je nach Modell und Zustand auf 24 – 40.000 EUR. Wer sich 1970 eine Corvette Stingray leisten konnte, musste lediglich 4.320 US-D auf den Verkaufstresen legen.

Foto:  JJ