Elijah Wood: Hobbit mit Herz und Verstand

Als Frodo brachte er in „Herr der Ringe“ den einen Ring nach Mordor, wir würden uns wünschen, dass er ihn uns zum Traualtar bringt, denn Elijah Wood ist mehr als nur ein Hobbit.

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Ein Kinderstar war er, bereits in jungen Jahren stand er auf der Schulbühne, sang „The Sound of Music“ und spielte mit 7 Jahren im Paula Abdul Musikvideo „Forever Your Girl“ mit.

Elijah Wood: Behüteter Kinderstar

Vielen Stars bekommt die allzu frühe Aufmerksamkeit nicht gerade, aber Elijah hatte eine Löwenmutti, die ihn vor den Klauen Hollywoods behütete, so dass er die großen Rollen in „Die Abenteuer von Huckleberry Finn“, „The War“ und „Das zweite Gesicht“ (neben dem weniger glücklichen Macaulay Culkin) gut überstand.

Zwar gab es auch einige offensichtliche Flops in seiner Karriere („Flipper“ und „North“), aber die Filmwahl von Elijah war schon von früh an relativ stabil, so dass man ihm die Blockbuster „The Faculty“ und „Deep Impact“ über anspruchsvolle Filme a la „Der Eissturm“ und der Komödie „Chain of Fools“ hinweg verzeihen konnte.

Durchbruch als Herr der Ringe

Natürlich kam der Durchbruch mit dem Casting als Frodo Baggins für die gigantische Verfilmung des Fantasy Epos „Herr der Ringe“ im Jahre 1999, Elijah Wood war als großer Nerd ein riesiger Fan der Buchreihe und schickte ein selbst gemachtes Bewerbungsvideo zu Peter Jackson, der eigentlich keinen Amerikaner für die Hauptrolle vorgesehen hatte, Elijahs Darstellung aber so überzeugend fand, dass er ihn an Bord nahm und wer kann es ihm verübeln, diesen riesigen blauen Augen kann man unmöglich eine Abfuhr erteilen.

Direkt nach der Trilogie schien es dann für viele so als würde man nichts mehr von dem Jungschauspieler hören, doch weit gefehlt. Anstatt sich mit Actionfilmen den Ruf zu ruinieren wählte Wood sehr clever seine Filme aus, spielte in Gondrys romantischer Dramödie „Vergissmeinnicht“ mit, trat als Soziopath und Serienkiller Kevin in „Sin City“ auf und spielte die Hauptrolle in der äußerst gelungenen Verfilmung von Jonathan Safran Foers Debütroman „Alles ist erleuchtet“.

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Gute Filmwahl, gute Hobbys, toller Typ

Zugegeben, immer mal wieder fanden sich eher schwächelnde Produktionen in seiner Filmographie, aber das auch nur im Vergleich zu seinen guten Filmen, denn auch wenn „The Oxford Murders“ (ein intellektueller Krimi) und „Day Zero“ (ein Science Fiction) nicht gerade Begeisterungsstürme auslösten, waren sie dennoch weit entfernt von ollen Kamellen.

Elijah Wood ist ein großer Fan von Musik und hat sogar sein eigenes kleines Musiklabel namens Simian Records, mit den Bands The Apples in Stereo und Heloise and the Savoir Faire.
In der Nerd Welt ist er außerdem als Stimme diverser Computerspiele bekannt, in englischer Version kann man ihn auch als Mumble in „Happy Feet“ hören, wobei sein Auftritt im Sci Fi Zeichentrick „9″ sehr viel aufregender war.

Auch als DJ kann man Wood ab und an sehen und hören, als „Wooden Widsom“ tritt er zusammen mit Freund Zach Cowie auf und wird 2012 auch endlich seinen ersten Film produzieren, man weiß ja, dass die wirklich guten Schauspieler irgendwann nicht an sich halten können und sich auch hinter der Kamera ausprobieren wollen.

In Amerika ist Elijah übrigens gerade im TV Land unterwegs, in dem amerikanischen Remake der australischen Comedyserie „Wilfred“ spielt er den „Straight Man“ zum vulgären Hund Wilfred (bzw. einem Mann in Hundekostüm) und demnächst darf man ihn erneut als Serienkiller in dem Remake von „Maniac“ sehen. Elijah kann einfach alles.

Sein Privatleben hält Elijah sehr geheim, als er damals nach Dreharbeiten zu einer minderwertigen Komödie Franka Potente kennen und lieben lernte, gab es zwar die ein oder anderen Gerüchte, doch nach der Trennung wurde es schnell ruhig um den Schauspieler, der jedoch bei Fans als auch Kollegen ungemein beliebt ist, da er ein ruhiges und scheinbar immer freundliches Wesen hat. Seufz, na wenn man da nicht auch bis nach Mordor gehen würde, um ihn zu begleiten.

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