Richard Ayoade: Nerds sind so sexy

Obwohl man ihn wohl am ehesten aus der Britcom „IT Crowd“ kennt, ist Richard Ayoade schon seit Ewigkeiten eine Instanz in der britischen Comedyszene. Nun soll der Sprung nach Hollywood gelingen und wir drücken die Daumen.

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1977 in London geboren, ist Richard der Sohn einer Norwegerin und eines Nigerianers, vielleicht hat er deshalb dieses unglaublich gute Aussehen. So wie es sich für einen echten Briten gehört, studierte er nicht von vornherein Schauspiel, sondern studierte Jura in Cambridge, wo er jedoch schnell Mitglied der Footlights war – einer Theatergruppe – und sogar Preise für seine Theaterregie gewann.

Richard Ayoade: Footlights und Garth Marenghi

Die Footlights waren zu der Zeit gepackt mit großem Comedy Talent, David Mitchell aus „Peep Show“ sowie John Oliver, mittlerweile bei Jon Stewart unter Vertrag.
Bei den Footlights traf Richard auch Matthew Holness, mit dem er später die Parodie aller Parodien „Garth Marenghi’s Darkplace“ zusammen kreierte, es folgten Auftritte in der Might Boosh Radiosendung.
Für die TV Serie um Julian Barratt und Noel Fielding musste er sich jedoch auf Cameos beschränken, da er bereits den Supernerd Moss in der Hitcomedy „It Crowd“ gab und für Channel 4 einen quasi-Exklusivvertrag erhalten hatte.

Während dieser Zeit folgten dafür aber viele Cameos in großen Comedyproduktionen, die es noch heute zu einer wahren Freude machen, ihn zu entdecken. „Time Trumpet“, Charlie Brookers Hipster Satire „Nathan Barley“ und „Snuff Box“ – Ayoade war überall, wo gute Comedy geschrieben wurde.

Regiearbeiten mit den Arctic Monkeys und Jugendliebe

Außerdem begann Ayoade, sich als Regisseur auszuprobieren, so führte er unter Anderem für „Fluorescent Adolescent“ für die Arctic Monkeys und das grandiose Glitzer-Gore Video „Heads will roll“ der Yeah Yeah Yeahs im Rahmen des Warp Labels.

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2010 folgte dann sein Regiedebüt (ebenfalls mit Hilfe von Warp) auf der großen Leinwand mit der beeindruckenden Coming of Age Story „Submarine“, der nicht nur eine erfrischend klare Erzählweise, sondern auch visuelle Schönheiten zu bieten hatte.

Diesen Winter wird es Richard in der Alienkomödie „The Watch“ zu sehen geben, neben Ben Stiller und Vince Vaughn, auch sein nächster Film steht mit „The Double“ an, hoch besetzt mit Jesse Eisenberg und Mia Wasikowska.

In Interviews ist Richard weniger Moss, sondern vielmehr ein ungemein charmanter, sehr ruhiger und bedachter Mensch, dem man lieber keine Moss-Attitüden entlocken sollte, da man darauf vergeblich warten kann.
Schüchtern ist er eher, sehr zurückhaltend und so leise, dass man die Ähnlichkeiten mit dem sozial ungelenken aber dennoch recht lauten Moss schnell aus den Augen verliert.
Vergeben ist er leider auch schon, 2007 stand er mit Lydia Fox vor dem Traualtar, die übrigens auch schon mit Tom Hiddleston auf der Bühne – nicht vor dem Altar – stand.

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