Tischler, Maurer oder Koch – beliebte Ausbildungsberufe im Handwerk

Tischler, Maurer oder Koch – beliebte Ausbildungsberufe im Handwerk

Tischler, Maurer oder Koch - beliebte Ausbildungsberufe im Handwerk
Technische Berufe sind nach wie vor eine Männerdomäne, denn die weiblichen Auszubildenden drängen bevorzugt in kaufmännische Berufsausbildungen. Dabei liefern sich 25 Prozent der weiblichen Bewerberinnen einen Wettbewerb um vier Berufsbilder. Eine aktuelle Rangliste der begehrtesten Ausbildungsberufe gibt Aufschluss.

Typische Berufe sind gefragt

Laut Informationen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn dominieren bei den Frauen „typische“ Berufe – Verkäuferin, Kauffrau im Einzelhandel oder Bürokauffrau, drängen die jungen Männer bevorzugt ins Handwerk und herstellende Gewerbe. Der Kfz-Mechatroniker ist der beliebteste Ausbildungsberuf bei männlichen Azubis, bei den Frauen nimmt er nur den 58. Platz ein. Beide Geschlechter sind sich nur beim Kaufmann/-frau im Einzelhandel einig, er liegt bei Frauen auf Rang 1 und bei den Männern auf Rang 2. Auf dem 3. Platz bei den männlichen Auszubildenden findet sich der Industriemechaniker, der es bei den Damen nur auf Rang 52 schafft. Die Ausbildung zum Koch/zur Köchin ist relativ gefragt, bei den männlichen Azubis reicht es für Rang 4, bei den Frauen immerhin für Rang 17. Sehr weit auseinander gehen die Meinungen aber insbesondere beim Elektroniker: Für Männer liegt dieser Ausbildungsberuf auf Platz 5 der Rangliste – bei Frauen auf Platz 99.

Männerberufe – wenig weibliches Interesse

Die geschlechtertypische Berufswahl ist doch noch stark ausgeprägt, wie die Auswertungen zeigen. Dabei machen es sich Frauen unnötig schwer, denn in der Nachfrage auf die vier beliebtesten Berufe, zu denen noch die medizinische Fachangestellte gehört, schaffen sie sich selbst die größte Konkurrenz. Bei der Auswahl lassen sich weibliche Azubis offenbar immer noch von der technischen Komponente abschrecken. Sobald dies aber mit Kreativität verbunden ist, wie beispielsweise beim Mediengestalter, sinkt die Hemmschwelle und der Beruf wird akzeptabel. Der Fachinformatiker hingegen landet nur auf Platz 61 der Rangliste, weil ihm einfach das kreative Image fehlt. Der weibliche Vorstoß in die typischen Männerberufe bleibt also noch aus, 75 Prozent der Damen konzentrieren sich auf gerade einmal 23 Berufe.

Geschlechterteilung bei der Berufswahl

Nach wie vor sind die Rollen bei der Berufswahl klar verteilt: Männer bevorzugen das Handwerk und herstellende Gewerbe, Frauen streben eher in kaufmännische Berufe – obwohl sie für alle Fälle attraktive Berufsbekleidung bei Krähe finden könnten.

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