James McAvoy – Schotten sind immer noch die besten Charmeure

Ah, es mag an dem Akzent liegen, dass man James McAvoy zu Füßen liegt, wenn er die ersten Zeilen an einen richtet. Es kann aber auch daran liegen, dass er ein wahrhaftig großartiger Schauspieler mit Humor und schottischem Charme ist.

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Bevor wir zum Ende hin die Hoffnungen zerstören, die schlechte Nachricht gleich am Anfang: James ist seit 2006 mit Anne-Marie Duff verheiratet und beide haben seit 2010 einen Sohn, über den sie in der Öffentlichkeit nicht sprechen, denn die beiden gehören anscheinend nicht zu den Celebrity Couples, die ihre Kinder kurz nach der Geburt an den Meistbietenden für das Magazincover verscherbeln.

McAvoy: Vom Priester zum Schauspieler

Zurück zu James, am 21. April 1979 wurde James McAvoy (ausgesprochen wie „Meckewoi“) in Port Glasgow in Schottland geboren, wo er an einer katholischen Schule studierte und beinahe zum Priester konvertiert wäre, was für die Damenwelt ein großer Verlust gewesen wäre, ein größerer für die Filmwelt.

Glücklicherweise musste es nicht so weit kommen,vielleicht auch, weil James alleine für ein Mädchen etwas in die Schauspielerei schnupperte, was letztendlich dazu führte, dass er an der Royal Scottish Academy of Music and Drama landete.

Die Aufmerksamkeit der Medien erlangte er durch seine Rolle in der britischen Serie „Shameless“ (die derzeit durch das amerikanische Remake-Mühlrad gedreht wird), schon zuvor hatte er jedoch an Michael Fassbenders Seite in „Band of Brothers“ mitgespielt (die Beiden würden sich für X-Men: First Class wiedersehen), den BBC Fernsehfilm „State of Play“ und das hoffentlich bald vergessene „Frank Herbert’s Children of Dune“.

Narnia und der König von Schottland

Ausgerechnet mit „Narnia“ schaffte er es, die internationale Aufmerksamkeit auf sich zu richten, glücklicherweise sollte es nicht lange bei solchen Rollen bleiben, weshalb er sich schnell wieder fasste und die leichtherzige, dennoch kecke Komödie „Starter for 10“ und daraufhin den politischen Thriller „The Last King of Scotland“ drehte, in dem er als Arzt den grausamen Diktator „Idi Amin“ betreut.

Während der Folterszene wurde er sogar ohnmächtig, was er zwar auch für seinen Charakter geplant hatte, was jedoch am Ende auch etwas zu realistisch wurde, weil die Terrorismus-Attacken auf London zur selben Zeit stattfanden und McAvoy dadurch zusätzlich angespannt war, da er nicht wusste, ob Freunde und Familie OK waren.

Nachdem Joe Wright jahrelang um James‘ Gunst gebettelt hatte, sagte dieser 2006 endlich zu und „Atonement“, das Kriegs-Liebesdrama mit Keira Knightly, durfte nicht nur viele Preise feiern, sondern auch in stürmischen Kritiken McAvoys Talent bestätigen.

Zusammen mit Frau und Kind genießt McAvoy ein eher ruhiges Leben, das er vorwiegend seiner Familie widmet. Das zeigte sich auch daran, dass er aus der Dramödie „50/50“ ausstieg, weil er Angst hatte, dadurch die Geburt seines Kindes zu verpassen, was dazu führte, dass Joseph Gordon-Levitt die Ehre hatte, einen Krebskranken während seiner Chemotherapie zu spielen.

Wie so manch anderer Schotte liebt James auch die Natur und geht so oft wie möglich wandern, wenn es das Familienleben und seine Karriere denn zulassen. In den Bergen kann es gefährlich werden, aber „du hast ein klares Ziel“, so McAvoy in einem Interview mit dem Guardian – die Spitze und das soll wohl auch beruflich so weiter gehen.

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