Anleitung zum Bierbrauen

Anleitung zum Bierbrauen

Das Bier ist das liebste Getränk des Mannes. Man kann es überall kaufen, für jeden Geschmack ist das passende Bier zur Stelle und egal ob Grillabend, Afterwork oder Partynacht – ohne Bier ist das kaum vorstellbar. Warum dann nicht auch einfach mal ein eigenes Bier brauen? Gar kein Problem: Ihr eigenes Lieblings-Pils herzustellen ist gar nicht mal so schwer.

Anleitung zum Bierbrauen

Das brauchen Sie zum Bierbrauen

Bevor es daran geht das eigene Bier herzustellen, brauchen Sie ein Starterset mit allen Utensilien, die Sie für die große Braukunst benötigen. Dazu gehören natürlich eine ausführliche Brauanleitung, eine Malzmischung, ein Gäreimer und ein Kochautomat. Dazu kommen noch Falschen, denn irgendwo muss das frische Pils ja abgefüllt werden. Im Internet finden Sie solche Starterkits zum Selberbrauen ab 200 Euro.
Tipp: Wer legal selber Bier brauen möchte, der darf pro Jahr nicht mehr als 200 Liter produzieren. Ansonsten wird eine Biersteuer fällig und das Bauvergnügen muss angemeldet werden.

Bier kochen – aber selbstverständlich

Zunächst starten Sie mit dem sogenannten Hauptguss. Hierfür erhitzen Sie in ihrem Kochautomaten rund 13 Liter Wasser auf eine Temperatur von 38 Grad und fügen die Malzmischung hinzu. Der daraufhin entstehende Körnersud wird im Fachjargon als Maische bezeichnet. Diese Maische erhitzen Sie im Folgenden in drei Schritten auf 50, dann auf 60 und abschließend auf 78 Grad. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Maische dabei ununterbrochen umrühren, da sie sonst am Boden des Kochers anbrennt. Hat die Maische ihre Maximal-Temperatur erreicht kippen Sie sie durch ein Sieb in einen Gäreimer um. Dadurch Filtern Sie die Körner heraus und erhalten die reine Würze. Um die letzten Bestandteile aus der Malzmischung zu erhalten, füllen Sie die übrig gebliebenen Körner wieder in einen Topf und übergießen diesen mit rund 18 Litern 78 Grad heißem Wasser. Dann gießen Sie die entstandene Flüssigkeit zur bereits vorhandenen Würze in den Gäreimer. Dieser Prozess wird auch als Nachguss bezeichnet. Die nun erhaltene Flüssigkeit, die Würze, bestehend aus Haupt- und Nachguss, lassen Sie nun 90 Minuten lang vor sich hin kochen. Dabei fügen Sie in regelmäßigen Abständen den Hopfen hinzu. Ist der Kochprozess abgeschlossen gießen Sie die gesamte Würze durch sogenannte Stoffwindeln erneut in den Gäreimer. Dadurch werden die restlichen Hopfenbestandteile und Eiweiß aus der Würze herausgefiltert.

Der Gärprozess – gut Ding will Weile haben

Die nun gefilterte Würze sollte im Gäreimer auf rund 24 Grad abkühlen. Ist diese Temperatur erreicht, können Sie die Hefe unterrühren. Achten Sie darauf, dass je mehr Sauerstoff Sie bei diesem Prozess hinzufügen, die Hefe umso besser arbeiten kann. Anschließend verschließen Sie den Gäreimer mit einem Deckel, der über ein Röhrchen verfügt, über das die entstehenden Gase austreten können. Bei rund 22 Grad beginnt die Hefe in der Würze zu arbeiten. Hierbei entstehen kleine Bläschen. Diese Hauptgärung ist erst abgeschlossen, wenn keine Bläschen mehr aufsteigen. Das heißt für Sie, dass mitunter mehrere Tage abwarten müssen, bis Sie die Würze umfüllen können.

Die eigene Flasche Bier

Ist der Gärungsprozess abgeschlossen, füllen Sie die Würze in Ihre Falschen. Anschließend sollten Sie Falschen bei Zimmertemperatur rund eine Woche geschlossen gelagert werden. Bei diesem Prozess entsteht in den Flaschen die nötige Kohlensäure, die beim Trinken für das angenehme Prickeln sorgt. Hat Ihr Bier eine Woche gelagert, muss es noch weitere zwei Wochen im Kühlschrank stehen. Haben Sie diese Zeitspanne dann auch überstanden, ist Ihr Bier endlich fertig und bereit für den Geschmackstest.

Die Würze macht den Geschmack

Wer nun tatsächlich sein eigenes Lieblingsbier brauen möchte, der kann natürlich in den Inhaltsstoffen variieren. So gibt es unterschiedliche Würzmischungen und Rezepte bzw. Anleitungen, mit denen Sie zu Ihrem Wunschbier gelangen können. Hier gilt allerdings das Prinzip: ausprobieren und testen. Denn wie das Bier am Ende schmeckt, dass wissen Sie immer erst nach 3 bis 4 Wochen.

Bildquelle: Luis Monteiro – Fotolia